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Wie berechne ich den U-Wert einer Außenwand?
Denkt nach …
Der U-Wert ist der Kehrwert des Wärmedurchgangswiderstands der ganzen Wand:
U = 1 / R, mit R = Rsi + Σ (d / λ) + Rse
- d … Dicke der Schicht in m
- λ … Wärmeleitfähigkeit der Schicht in W/(m·K), aus dem Produktdatenblatt oder den Bemessungswerten der ÖNORM B 8110-7
- Rsi, Rse … Wärmeübergangswiderstände innen und außen; für Außenwände 0,13 und 0,04 m²·K/W nach ÖNORM EN ISO 6946
Beispiel: Ziegelwand mit Wärmedämmverbundsystem
| Schicht | d [m] | λ [W/(m·K)] | R [m²·K/W] |
|---|---|---|---|
| Innenputz | 0,015 | 0,70 | 0,02 |
| Hochlochziegel | 0,25 | 0,29 | 0,86 |
| Mineralwolle WLG 035 | 0,16 | 0,035 | 4,57 |
| Außenputz | 0,01 | 0,87 | 0,01 |
| Rsi + Rse | 0,17 | ||
| R | 5,63 |
U = 1 / 5,63 ≈ 0,18 W/(m²·K) — deutlich unter dem Höchstwert von 0,35 W/(m²·K), den die OIB-Richtlinie 6 für Außenwände im Neubau vorgibt.
Zwei Dinge werden gern übersehen: Wärmebrücken an Deckenanschlüssen und Fensterlaibungen stecken nicht im U-Wert der Fläche, sondern kommen über einen pauschalen Zuschlag ΔU dazu. Und bei inhomogenen Schichten — etwa Sparren mit Dämmung dazwischen — rechnet man nach ÖNORM EN ISO 6946 mit oberem und unterem Grenzwert statt mit einer einfachen Summe.
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